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S.H.: Wann wurde das Tibethaus US gegründet und wer hat es gegründet?
Lama: Es wurde 1987 gegründet von Richard Gere, meinen Vater und einigen sympathisierenden New Yorkern, die seine Heiligkeit gefragt hatten, was sie tun könnten um zu helfen. Sehen sie, etwas, das nach vielen Jahren der Dharmapraxis passiert, ist das die Menschen, und so war es auch bei meinem Vater, das sie eine Dankbarkeit gegenüber denjenigen entwickeln, die den tibetischen Buddhismus über Jahrhunderte zu erhalten haben zu unserem Nutzen, letztendlich. Wenn man damit anfängt, dann ist es wie bei Hinayana und Mahayana. Zuerst wenn die Leute anfangen, dann wollen sie Erleuchtung und Befreiung u.s.w. für sich selbst. Wenn sie dann nach einiger Zeit etwas ruhiger werden und anfangen den Nutzen davon zu sehen, dann entsteht ein natürlicher Wunsch denjenigen zu helfen, die sich die Zeit nahmen und sich die Mühe machten, dieses über Jahrhunderte zu erhalten und es verfügbar zu machen. Sie haben ihre eigene Kultur im Westen wieder aufgebaut, um dieses Wissen zum Nutzen von Anderen zu erhalten. In gewissem Sinn gibt man das was man erhalten hat wieder zurück. Das war 1987
S.H.: Ihr Vater muss, und das ist eher eine persönliche Frage von mir, eine sehr eindrucksvolle Person gewesen sein, denn die ganze Familie, Sie, Ihr Bruder und Ihre Schwester sind im Tibethaus aktiv.
Lama: Wir versuchen zu helfen. Sehen sie, unsere Familie ist klein, ein ganz enges Netz. Die Familie meiner Mutter hat sehr durch den zweiten Weltkrieg gelitten und die Familie meines Vaters kommt aus dem Süden, sie sind etwas für sich. Wir hatten immer nur uns selbst. Ich will ehrlich zu Ihnen sein. Die Mitglieder meiner Familie waren immer sehr dankbar, wir lebten immer in der Nähe tibetischer Menschen und tibetischer Gemeinschaften. Wir hatten immer das Gefühl von diesen Menschen sehr viel bekommen zu haben. Und obwohl es unglücklicherweise viele Themen gibt, um die man sich in dieser Welt kümmern muss, haben wir uns auf Grund unseres Karmas und unserer Verbindung mit diesen Menschen entschlossen, das Tibethaus zu unterstützen. Aus Respekt für meinen Vater, aus Dankbarkeit und Respekt für diese tibetischen Menschen und aus Sympathie und Bewusstsein für die Situation des tibetischen Volkes arbeite ich hier. Meine Schwester, es hat ja einige Vorteile ein Filmstar zu sein, leiht ihren Namen der Organisation und den Veranstaltungen, wann immer sie kann. Meine Mutter möchte meinen Vater unterstützen. Und so ist es etwas, was wir alle tun. Ich arbeite hier Vollzeit, ich bin der einzige von uns der Vollzeit arbeitet, aber die anderen helfen so viel wie sie können, neben den anderen Dingen die sie zu tun haben. Ich war nicht von Anfang an dabei, aber seit nun etwa einem Monat bin ich der Direktor des Tibethauses. Es gibt ein paar dumme Titel hier, wir sind ja nur fünf Beschäftigte. Wir müssen jedes Jahr das Geld zusammenbringen und alle Programme am laufen halten. Der Vorstand hilft natürlich, aber im Grunde sind es diese fünf Leute, die alles machen müssen.
S.H.: Diese 5 Leute arbeiten Vollzeit und werden bezahlt?
Lama: Ja, das ist richtig. Wir haben auch Freiwillige, manchmal haben wir auch Teilzeitkräfte, Consultants, es gibt alle Möglichkeiten zwischen freiwilliger Arbeit, Teilzeit, Sub-Contractors und alle diese Dinge. Aber das Kern Personal, das verantwortlich ist die Existenz dieser Institution zu erhalten, das sind fünf Leute.
S.H.: Es sind Sie als Direktor und wer sind die anderen 4 Personen?
Lama: Da ist curable Ray , das ist der geschäftsführende Direktor, dann ist da Angie Quark , welche die Büro Managerin ist, Tashi Tsering, unser einziger tibetischer Mitarbeiter, er kümmert sich um die Nachtschicht, denn wir haben auch Programme die bis in die Nacht hineinreichen wenn unser normales Personal zu müde wird. Deswegen haben wir jemand, der sich um die nächtlichen Programme kümmert. Wir bringen ihn ganz schön auf Trab. Oft ist es schwierig, Tibeter einzustellen, außer wenn sie Experten auf bestimmten Gebieten sind wie z.B. ihrer eigenen Kultur, wegen des Sprachproblems. Und in einer non Profit Organisation zu arbeiten bringt nicht so gute Lebensumstände als in anderen Gebieten zu arbeiten. Deswegen ist es oft so das Tibeter, die ihre Familie unterstützen müssen, es sich nicht leisten können in einem Platz zu arbeiten, der keine Karriere Chancen bietet. Ich sage nicht ich bin nicht des Geldes wegen hier, ich bin kein Idiot. Der Punkt ist, die Mitarbeiter werden bezahlt und dann gibt es sehr viele Helfer, aber es würde diesen Platz nicht geben, wir können es uns nicht leisten alles zu bezahlen was wir brauchen, daher hängen wir sehr von freiwilliger Hilfe ab
S.H.: Wie finanzieren Sie sich?
Lama: Es gibt eine Reihe von Dingen, die wir tun. Erstens haben wir Vorstands Beiträge, das bedeutet, die Leute die in unserem Vorstand sind, zahlen jedes Jahr einen Beitrag. Das bringt ein klein wenig Geld. Als Non-profit Organisation übermitteln wir unsere finanzielle Situation jährlich an die Regierung. Die Details unserer Finanzierung werden veröffentlicht, so dass sie sich jeder anschauen kann, der es wirklich will. Wir werden geprüft und alles wird sehr sorgfältig gemacht. Die Vorstands Beiträge sind eine Sache. Dann haben wir auch noch Mitgliedsbeiträge. Das Tibethaus hat Mitglieder, die jährlich eine kleine Spende machen. Das ist eine andere Methode, in ein kleines jährliches Einkommen bringt. Wir versuchen unsere Programme so zu gestalten, dass sie ihre Kosten decken. Entweder wir haben von vorneherein den ?Zuschlag? erhalten um das Programm zu machen, oder wir verlangen eine Gebühr für die Teilnahme, so das es zumindest auf null auf geht. Wir versuchen nicht, viel Geld zu verdienen, aber wir können uns auch nicht leisten, eine dauerhafte Unterdeckung zu haben. Zum Beispiel wir brauchten elf Jahre, um eine dauerhafte Unterkunft zu haben. Wir haben alles zusammengekratzt und Geld gespart, um uns eine dauerhafte Unterkunft leisten zu können. Und wie sie sehen ist es eine gute? Gelegenheit. Es kommt sehr darauf an, manche Projekte und Programme laufen manchmal unheimlich gut. Aber egal, also wir haben Vorstandsmitglieder, normale Mitglieder, und dann arbeiten wir zusammen mit anderen Institutionen. Zum Beispiel könnten wir mit einem Verlag arbeiten, der ein Buch über Tibet herausbringt. In diesem Fall könnten wir mit Information helfen, vielleicht einige Bilder aus dem alten Tibet zur Verfügung stellen. Oder ähnliche Dinge. Im Gegenzug für unser Endorsement , wenn wir gemeinsam an einem Projekt arbeiten, würden sie uns z.B. Kredit gewähren. Und wir haben auch unsere eigenen Veröffentlichungen. Im Grunde genommen versuchen wir unsere Organisation dadurch zu bezahlen, das wir Objekte produzieren, die für die Menschen nützlich sind. Zum Beispiel haben wir eine Galerie hier für Kunstausstellungen. Manchmal sind Objekte zum Verkauf. Wenn wir eine eigene Ausstellung veranstalten, dann stehen die Objekte nicht zum Verkauf. Wir kaufen oder Verkaufen keine tibetische Kunst. Aber zeitgenössische moderne Dinge verkaufen wir. Wir schreiben auch grants .( Regierungs ?? und solche Dinge) um damit bestimmte Projekte zu bezahlen, in der Regel sind das ? Projekte. Nun seit wir den Platz dafür haben, haben wir auch einen kleinen Geschenkladen, der bringt auch ein Einkommen. Aber da begeben wir uns in eine schwierige Situation. Vielleicht können wir da noch später darüber reden. Denn wir versuchen, nach Möglichkeit nicht in Wettbewerb mit anderen Institutionen zu treten. Wir vermieten auch unsere Räume an andere tibetischen Institutionen. Wir verweisen auch Menschen weiter, das heißt wir sind so etwas wie eine Anlaufstelle. Manchmal ruft Jemand an um zu wissen: „wo gibt es ein tibetisches Geschäft“, und daher haben wir ein Verzeichnis aller tibetischen Geschäfte, Dharmazentren, Künstler und aller tibetischen Repräsentanten und aller kommerziellen Geschäfte in dieser Stadt. Wir versuchen, den tibetischen Museen und der tibetischen Gemeinschaft mehr Aufmerksamkeit zu kommen zu lassen. Zusätzlich zu allen diesen Dingen haben wir ein jährliches Benefiz Konzert, bei dem wir eine Reihe unterschiedlicher Leute zusammenbringen. Oft unterstützen Künstler Tibethäuser über eine längere Zeit und speziell auch dieses Tibethaus. Denn Künstler sind frei. Regierungen werden nervös wegen der politischen und religiösen Komponenten der Tradition. Die Geschäftswelt ist sehr betroffen durch die politischen und religiösen Auswirkungen der Tibetfrage. Man sieht es als Teil eines Themas, auf einer bestimmten Ebene. Entweder politisch oder religiös, und daher werden sie nervös. Traditionell wurden wir nicht von der Regierung oder der Geschäftswelt unterstützt. Von dort bekommen wir keine Hilfe. Auf privater individueller Ebene wurden wir unterstützt, wir haben das jährliche Benefizkonzert. Seit vielen Jahren findet es jährlich statt, in der Carnegie Hall, um die Zeit des tibetischen Neujahrsfestes herum. Das ist jedes Mal ein großes Ereignis. Es dient drei Zwecken: der erste und wichtigste Zweck ist, das es uns ein Einkommen bringt. Der einfachste Weg zu Geld zu kommen ist etwas zur Verfügung zu stellen, etwas zu verkaufen. Der zweite Zweck ist, dass es tibetische Künstler und auch einige bekanntere Künstler zeigt. Es bietet diesen Künstler die Gelegenheit, sich zu zeigen. Und drittens zeigt es auch das Ziel des Tibethauses. Das Konzert zeigt, das das was wir tun im Einklang mit unseren Zielen steht. Denn es ist unsere Kultur, uns gegenseitig aufbauen, anstatt gegeneinander zu arbeiten. Musik ist ein großartiges Medium, mit dem man das zeigen kann. Und unser Vize Präsident ist Philip Glas , er organisiert das Konzert. So gelingt es uns, ein gut bekanntes Ereignis zu organisieren, auch für Leute die gar nichts mit Tibet zu tun haben.
S.H.: Wie viele Menschen kommen da?
Lama: In die Carnegie Hall kommen 3000 Menschen und etwa 800 kommen zu unserem Dinner Verkauf danach. Das ist ein wichtiger Bestandteil unserer jährlichen Spendensammelaktion. Seit einiger Zeit machen wir jedes zweite Jahr eine Auktion. Wir haben Auktionen mit Sothebies und Christies gemacht. Es gibt eine Gemeinschaft von Künstlern, die uns (und wir sind da nicht die Einzigen) sehr großzügig unterstützt, denn unser Konzept ist ähnlich wie das Ihrige. Kultur und Kunst inspiriert die Menschen und führt zu mehr Bewusstheit, man wird auf viele Weisen vorangebracht. Vielleicht gibt uns Richard Avalon ein Photo für die Auktion, oder Julien Schnabel gibt uns etwas oder Francesco Clementale oder Philip Glas spielt Klavier auf einer Diner Party und solche Dinge. Wir sind kreativ, rufen Geschäfte an und versuchen alles Mögliche. Da wir über die Jahre ein hohes Ansehen erworben haben, sind die Menschen sowie Institutionen und die Geschäftswelt, mehr und mehr geneigt, in Kontakt mit uns zu treten. Selbst wenn sie sich nicht so sehr für Tibet und diese Dinge interessieren, erkennen sie an das wir respektable Menschen sind, und deswegen ist es in Ordnung. Man muss mit den Mitteln arbeiten, die man hat. Das großartige am Tibethaus ist, das es ein universelles Konzept ist. Man könnte Tibet durch den Namen einer jeglichen anderen Kultur ersetzen, und es wäre das gleiche Konzept. Es geht darum, zu zeigen dass hunderte von Generationen dieser Menschen nicht umsonst gelebt haben. Das was sie produziert haben, ihre Kultur, war gedacht als Geschenk für eine spätere Generation. Je weiter wir zurückgehen in der Geschichte, in um so engerem Rahmen hat man sich an diesem Geschenk erfreut, aber wenn wir uns in die moderne Zeit bewegen, dann wird uns bewusst, so wie auch Seine Heiligkeit über die universelle Verantwortung spricht, das es universelle Komponenten unserer religiösen und kulturellen Ausdrucksweise gibt.
S.H.: Was würde sie sagen was der Auftrag oder das Konzept des Tibethauses ist?
Lama: Erleuchtung natürlich. Aber auf einer relativen Ebene. In dem Sinn, dass Menschen sich der Existenzbedingungen anderer Menschen bewusst werden. Sehen sie, eine interessante Sache ist, das Kulturen von außen betrachtet unterschiedlich aussehen. Aber wenn man sie genauer betrachten und anfängt sie zu verstehen und alle die unterschiedlichen Aspekte sieht, dann fängt man an zu merken, dass ganz ähnliche Dinge aus sehr ähnlichen Gründen getan werden. Und es beginnt unser eigenes Verständnis unserer eigenen Kultur zu verbessern. Bewusstsein für andere, oder wie wir uns in anderen spiegeln, hilft uns, uns selbst zu verstehen. Im Buddhismus spricht man von der spiegelgleichen Weisheit. In gewissem Sinne verbessert das interkulturelle Verständnis auch das Verständnis, wer wir sind. So wie man vielleicht die Darstellung oder eine Rede oder die Gedanken eines anderen Menschen oder was auch immer wertschätzen kann, und dann die Idee dahinter versteht und für sich selbst anwenden kann. Es ist wie Tantra. Betrachten Sie zum Beispiel das mansion dort drüben. Es symbolisiert totale Erleuchtung. Warum? Wenn man es sehen kann, dann kann man es sich vorstellen, und vielleicht einige Schritte machen. Man kann ‚reverse engeneering' betreiben und einige Schritte machen, die uns dahin bringen. So wie man ein Haus, eine Maschine, eine Auto oder was auch immer konstruieren würde.
S.H.: Das ist die eine Seite, das man seine eigene Kultur besser verstehen lernt. Könnte das Tibethaus auch die tibetische Kultur zu erhalten?
Lama: Natürlich gibt es eine große Notwendigkeit, die tibetische Kultur zu erhalten. Ich denke das ist eine schwere Aufgabe? , denn es ist schwierig, genug detaillierte Information zu bekommen. Ungefähr 95% der tibetischen materiellen Kultur wurde zerstört. Aber die Dinge selbst sind nicht so wichtig wie das, wofür sie stehen. Die Dinge sind wie dazzles oder wie Ideen von vorherigen Generationen, und einige dieser Ideen sind sehr gut. Die Art und Weise wie wir die tibetische Kultur betrachten, wenn wie die Welt als ganzes sehen, dann wollen wir nicht nur eine Art haben, wie wir sie betrachten. Das wunderbare an der Menschheit ist, das wir miteinander reden können und wir können Empathie für den jeweiligen anderen Standpunkt haben. So können wir die Welt von mehr als nur unserer eigenen engen Perspektive sehen. Es gibt die Notwendigkeit etwas rückgängig zu machen, was falsch ist, nämlich die Zerstörung dieser Kultur, denn sie ist sehr wertvoll, ? als ein menschliches Produkt. Aber wir haben keine Empathie für die traurigen, verzweifelten Aspekte der Dinge. Wir ziehen es vor, empathisch zu sein für die Schönheit die sie kreiert haben und die Schönheit der wenigen Dinge die wir noch haben und zeigen können. Und außerdem tun wir es auch um Einigen der Tibetern ihr Erbe zurück zu geben, denn sie haben andere Prioritäten seit sie im Exil leben, oder innerhalb Tibets dominiert werden. Das ist natürlich ein weiterer Grund, und im tibetischen Kontext ist es einfach das was richtigerweise getan werden muss, zu helfen. So gibt es also alle die guten philanthropischen Gründe. Aber, was gut ist, ist gut nur aus bestimmten Gründen. Ich bin kein Christ, daher sehe ich richtig und falsch nicht so, als ob eine übergeordnete Autorität das bestimmt hätte. Richtig und Falsch sind Richtig und Falsch, weil das Falsche nicht funktioniert und das was richtig ist, das funktioniert. Es basiert auf Realität und nicht auf der Aussage eines Überwesens irgendwo außerhalb von uns.
S.H.: gibt es in ihrem Tibethaus unterschiedliche Bereiche oder Abteilungen?
Lama: idealer Weise ja, aber in der Praxis ist es nicht so. Jeder muss an allem arbeiten. Wir sind zu wenige um alles das zu tun was wir tun. Wir machen ganz schnell alles zwischen einem und hundert Programmen pro Jahr, zusätzlich zu den größeren kontinuierlichen Programmen und zusätzlich zum Spenden sammeln und so weiter. Wenn es soweit ist, dann müssen wir alle an allem arbeiten. Aber aus einer weiteren Perspektive gibt es da alles was mit Kunst zu tun hat, die Ausstellung in unserem Haus, die Sammlungen die wir haben, Dinge die bewahrt werden müssen oder Dinge die ausgestellt werden, dann haben wir auch die reisenden Ausstellungen, die mehr allgemeinen Ausstellungen in der ganzen Welt, das alles wäre ein Gebiet. Und dann arbeiten wir in den Bereichen der tibetischen Kultur, die am einfachsten zu verstehen sind. Wir versuchen auch, nicht die Arbeit zu wiederholen, die andere Institutionen machen. Der Punkt ist: die politischen Organisationen machen ihre politischen Aufgaben. Die Flüchtlingshilfe Organisationen machen ihre Flüchtlingshilfe Arbeit. Wir suchen Hilfe für sie und wir arbeiten mit Ihnen, aber es ist effizienter, wenn wir getrennt organisiert sind. Wir machen etwas Dharma Arbeit, in dem Sinn dass wir tibetische Repräsentanten und Dharma Lehrer zu uns ins Zentrum einladen um Belehrungen zu geben. Wir machen Publikationen wie Bücher über unterschiedliche Themen. Also: Kunst, Religion, Philosophie, Psychologie, Medizin, Kostüme, Stoffe, das sind die Dinge mit denen man am einfachsten aus der tibetischen Kultur arbeiten kann und folgerichtig arbeiten wir an diesen Themen. Man will die Leute nicht abschrecken durch Dinge, die Ihnen fremd sind
S.H.: was für Menschen kommen da?
Lama: alle Arten von Menschen. Alle Altersgruppen. Wir sind Stolz zu sagen dass viele Leute, die nicht schon Dharma praktizierende sind kommen, oder auch die allgemeine Öffentlichkeit, Leute die sich einfach für Tibet interessieren. Leute die schon viel über Tibet wissen, wie zum Beispiel die tibetische Gemeinschaft, die brauchen nicht zu kommen um über ihre Kultur zu lernen. Meistens kennen sie ihre Kultur und ihre Kinder lernen in der Schule darüber, in den Sonntags Schulen, die sie selbst organisieren. So in diesem Sinne ist es in dieser Art und Weise nicht für die Tibeter selbst. Was für die Tibeter gut ist, ist das wir die Menschen an ihre Geschäfte weiter verweisen oder an deren eigene Aktivitäten, die sie haben Und auch weil wir respektabel sind. Die Tatsache dass unsere Organisation sich Respekt verdient hat, bedeutet, dass sie Respekt verdienen. Was ich sagen will, es ist die Idee ein gutes Licht auf das Thema ?Tibet/Menschen? zu werfen. Um ehrlich zu sein, sie haben andere Prioritäten, sie sind mit anderen Dingen beschäftigt. Sie kümmern sich um ihre Kinder, Krankenversicherung, Krankenhäuser, Strassen, dem Anbau von Mais oder sind damit beschäftigt sich wieder zu stabilisieren, nachdem sie ihre Kultur und ihr Klima verlassen mussten. Wir versuchen etwas den Druck aus ihrer Situation heraus zu nehmen, damit sie sich auf ihre wichtigsten Prioritäten kümmern können. Wir arbeiten an den Dingen die etwas niedrigere Priorität für sie haben. Wir können keine Politik für die Tibeter machen, das ist ihre Sache. Sie müssen sich selbst darstellen. Sie tun es auch, und wir unterstützen dabei. Ich würde sagen wir sind eine Ergänzung, wir ergänzen die Arbeit, die Andere machen. Es geht nicht darum, dass wir denen etwas sagen, die es schon wissen. Wir versuchen uns auf die Menschen zu konzentrieren, die noch nichts wissen.
S.H.: wie machen sie ihr Programm?
Lama: Allgemein gesprochen über Partnerschaften. Wir haben unsere eigene ???. Wir haben sehr viele unterschiedliche Menschen und Organisationen, mit denen wir zusammen arbeiten. Wir machen fast nichts alleine. Wir schließen uns immer zusammen, mit unterschiedlichen Bildung Institutionen, zum Beispiel arbeiten wir für bestimmte Projekte gerne mit Universitäten zusammen. Warum? Weil Universitäten anerkannte und etablierte Institutionen in unserem Lande sind und das bringt ein gewisses Maß an Glaubwürdigkeit für die Themen, die untersucht werden. Ich sage nicht das mit den Themen etwas nicht stimmt, aber es bringt einen besseren Geschmack wenn diese Dinge in der akademischen Welt oder von Wissenschaftlern ernst genommen werden. Deswegen arbeiten wir mit Hospitälern, Wissenschaftlern und Psychologen.
S.H.: können sie Beispiele nennen?
Lama: Wir hatten zum Beispiel 1998 ein Projekt in dem wir die gesundheitlichen Auswirkungen von Meditation untersuchten. Das wurde gemacht in Zusammenarbeit mit dem xxx Hospital. Es waren ein oder zwei Ärzte da, und dann luden wir Wissenschaftler ein, zu forschen. So war es eine Zusammenarbeit zwischen dem Tibethaus, diesem Hospitalsystem und einer Unterabteilung der Wissenschaftler, denjenigen die sich mit Bewusstsein beschäftigen oder untersuchen wie die Methoden der Yogi Übungen und Meditation tatsächlich die biochemischen Prozesse, die Temperatur oder elektro-chemischen Resultate manipulieren. Das wäre ein Gebiet, in dem wir die Realität hinter dem Wert der tibetischen Kultur zeigen.
Kunst spricht in gewisser Weise für sich selbst, obwohl sie noch interessanter sein kann, wenn etwas über von der Sprache der Symbolik versteht.
Wir arbeiten mit verschiedenen Schulen in der Stadt zusammen, in dem Sinne das wenn sie umfassende Studien machen dann haben sie einen Platz wo sie hin gehen können, wenn sie etwas über Buddhismus oder Tibet oder etwas Ähnliches machen. Sie können hier her kommen, sie bekommen eine Führung, sie können Fragen stellen. Vielleicht wissen wir nicht alles, aber wir geben immer eine Antwort. Auch dabei müssen wir mit den Ressourcen arbeiten, die wir haben. Wir haben keinen promovierten Mitarbeiter oder Lama im Haus, also muss ich mich darum kümmern. Ich sage einfach nur, wenn man es machen muss dann muss man es machen. Ich weis nicht ob ich jedes Mal Recht habe, aber ich gebe jedes Mal eine Antwort.
S.H.: Welches Ereignis der letzten Jahre hatte die größte Auswirkung?
Lama: zwei Projekte, nein eigentlich drei haben heraus geragt. Das Erste war das „Tibetjahr“. Das war 1991. Das Tibethaus begann mit dem Konzept des Tibetjahres. Wir fanden viele Leute die bereit waren, mit zu machen. Dann wurde es eine riesige gemeinsame Anstrengung. Wir hatten nur das Konzept entwickelt und entwarfen auch noch ein kleines Logo, um alles unter einem Schirm zu haben. Im Grunde genommen war alles was wir taten, das wir alle die Dinge die jedermann tat, geschickt vermarkteten, uns selbst eingeschlossen. Alles zusammengenommen wurde dann dieses riesige Ding daraus. Es brachte sehr viel Bewusstheit für die tibetische Angelegenheit. Das war 1991. Es hatte auch die Wirkung dass viele Filme kurz danach herauskamen. In den Jahren 1987 und 1991 hat sich die öffentliche Wahrnehmung von Tibet sehr verändert, man wurde sich der ??? bewusst. Dieses Tibetjahr war sehr erfolgreich in dem Sinne, dass es alle tibetischen Ressourcen, die es da Draußen gab, zusammen brachte. Es ging um alle Ereignisse in diesem Jahr auf der ganzen Welt und es war nur die Frage, sie alle als das gleiche Ereignis zu präsentieren. Das Tibetjahr begann mit einer Vorstandssitzung im Tibethaus. Was wollen wir machen? Und man entschied: lasst uns ein Tibetjahr ausrufen. Dann war die Frage wir kriegen wir es hin, alles über ein Jahr für jeden zu machen? Die Antwort war: es geht nicht. Also entschied man sich zu sehen, ob man jeder, der auf dieser Welt mit Tibet zu tun hat, mitmachen will. Denn sie haben allen Grund mit zu machen. Und alles was wir dann tun mussten, war ihre öffentlichen Ereignisse zu publizieren und so könnten noch mehr Menschen an diesen Ereignissen teilnehmen. Und man würde auch sehen, wie die unterschiedlichen Institutionen, die es gibt, sich ergänzen. So würde die Leute auch ein Gefühl für die gesamte tibetische Gemeinschaft bekommen, die unterschiedlichen Aspekte des tibetischen Lebens wurden zusammen gesehen. Es gab kein finanzielles Resultat aus diesem Ereignis, es gab kein direktes Resultat außer einem Gefühl der Einheit in dem Gesamtbild. Ich denke das ist etwas wichtiges was man erreichen kann, die Menschen spürten gemeinsame Wurzeln und es gab ein Gefühl der Kameradschaft. Das war das erste was unter internationalen Gesichtspunkten in intellektueller, emotionaler und moralischer Hinsicht erfolgreich war. Das zweite das vielleicht unter anderen Gesichtspunkten sogar noch erfolgreicher war, war die Wisdom and Compassion Kunst Ausstellung. Die Kunstausstellung alleine war schon erstklassig. Sie ging in den 90er Jahren um die ganze Welt. Sie könne sie dann sehen, sie ist noch hier. Im Prinzip begann es damit, dass wir die Ausstellung zusammenstellten und anfingen, Gelder zu sammeln. Wir brauchten viel Geld, um die Museen zu bestechen, damit sie die Ausstellung zeigten. Henry Kissinger rief an und forderte uns auf, die Ausstellung zu annullieren, weil wir von den Chinesen abhängen, blablabla, obwohl wir so viel Geld zusammen gebracht hatten. Die Reaktion auf die Ausstellung, auf die erste die wir machten, war so überwältigend, das wir noch etwas Geld liehen um ein Buch zu machen, einen Katalog über tibetische Kunst das zu einem sehr vollständigen Werk wurde. Mein Vater und Marilyn Reef vom Smith College trugen zu dem Buch bei es war ein sehr ???? Buch in der allgemeinen Anerkennung für tibetische Kunst. Und dann kam es so, das nach der nächsten Ausstellung die Museen anfingen, uns zu bezahlen, um die Ausstellung zu bekommen. So fingen wir an anstatt Geld zu verlieren, Geld zu verdienen. Und dieses Geld für die Ausstellungen machte den Unterschied zwischen Existenz und Nichtexistenz des Tibethauses. Es brach die ?Tendenz? Rekorde/Unterlagen. Überall ging sie hin. Deutschland, Spanien, Schweiz, London, Taiwan, Japan. Sie war sehr erfolgreich und wurde sehr ??? empfangen und ich glaube sie wendete einiges in mancher Hinsicht zum Besseren. Die Wahrnehmung der tibetischen Kultur und ihrer Universalität, sie veränderte den Wert des tibetischen Kunsthandwerks, drüber sind wahrscheinlich die Sammler sehr froh. Auch die Tibeter selbst sehen einen Nutzen davon. Materialisten sehen die in der Art und Weise wie die materiellen Dinge verstanden wurden in dem Sinne das wenn tibetische Kunst wertvoll war, dann war sie wertvoll . Wenn sie wertvoll in einem Sinn ist dann ist sie auch wertvoll in dem anderen Sinn. Sie ist es wert, zu sein. Und so sorgten wir für diesen Geschmack, es hielt an für Jahre und mit diesem Geld waren wir in der Lage, die Räume zu bekommen. Außerdem erlaubte es uns, viele Millionen von Menschen in der ganzen Welt zu erreichen, die vorher nicht in Kontakt mit der tibetischen Kultur gewesen waren oder dachten es wäre eine private religiöse Angelegenheit. Es zeigte die tibetische Kultur in der ganzen Welt als eine universelle, öffentliche Ware?(good) . Also ich würde sagen das war auch ??? und es trug auch entscheidend dazu bei, dass wir nicht verzweifelt zusammenbrachen, und das war gut, denn das Tibethaus hatte sehr viele Schulden. Gute Absichten führen nicht notwendigerweise zu guten Übungen, einer guten Struktur und erfolgreichen Resultaten, auch wenn es wirklich gute Absichten sind.
Und danach organisierten wir eine große Konferenz in San Fransisco. Das war 1996 // 1997 eine fünf jährige!? Konferenz mit einer Anzahl Nobelpreisträger und S.H. Dalai Lama natürlich als einen sehr interessierten Sprecher, das Thema war Frieden (peacemaking) und Gewaltlosigkeit. Das kam sehr, sehr gut an. Wir bekamen sehr viele Briefe von Menschen in denen sie uns nicht nur sagten das Ihnen geholfen worden war, sondern das sie sich entschlossen hatten weiter zu machen und Anderen zu helfen, die dann wiederum Anderen halfen. Das war eine sehr nützliche Sache und sie zeigte die praktische Anwendung der tibetischen Betonung dieses Konzeptes von Mitgefühl. Also das war sehr nützlich. Und es half auch, die politische Methode hinter der Strategie der Gewaltlosigkeit zu illustrieren, die die Tibeter für bessere Resultate in ihrem Kampf für Gerechtigkeit anwenden, in ihrer Situation. Viele Menschen verstehen Gewaltlosigkeit nicht wirklich, obwohl es sogar das britische Empire besiegte und das amerikanische Empire .Sie scheinen nicht zu ??? das auch Jesus eine Komponente davon ist.
Sie verstehen es nicht. Menschen sind verwirrt über Moral und Politik, würde ich sagen.
S.H.: wie organisieren sie das management, treffen Sie alle Entscheidungen alleine oder gibt es einen Vorstand?
Lama: Den Vorstand müssen wir befragen wenn wir erheblich von den üblichen Gepflogenheiten abweichen. Ansonsten haben die Vorstandsmitglieder ihre eigenen Karrieren, andere Dinge die sie tun. Wir versuchen von einzelnen Individuen nicht zu viel zu verlangen. Wir fragen um Hilfe wenn wir sie brauchen, und wenn wir keine brauchen dann fragen wir auch nicht. Natürlich wenn wir große Veränderungen machen dann informieren wir, wir fragen und holen uns die Erlaubnis. Aber im Großen und Ganzen treffen wir, die Angestellten, die Entscheidungen selbst.
S.H.: die fünf Angestellten?
Lama: Ja, genau. Was die Ausführung anbetrifft. Was die Entscheidungen anbetrifft was wir tun werden, so entscheide ich was wir machen werden. Wenn wir Kurse anbieten müssen für die nächste Saison, dann entscheide ich, welche Art von Kursen wir machen wollen. Es ist auch die Erfahrung aus der Vergangenheit, die zu Entscheidungen führt. Manche Dinge sind nicht so populär wie Andere. Obwohl es gut wäre alle Themen gleich zu behandeln müssen wir aus praktischen Gründen heraus das tun, was Menschen mögen.
S.H.: Ihr Programm trifft die Wünsche der Menschen ?
Lama:Einige Dinge sind populärer als Andere. Zum Beispiel Frauen Studien, Studien über die Rolle der Frau in Tibet, soziologische Studien sind für viele Menschen nicht so interessant. Und außerdem, ihr Standard in der Beziehung ist niedriger als in allen anderen Ländern der Welt. So, was könnten wir davon lernen? Verstehen Sie was ich meine? Es gibt gewisse Dinge in denen Tibeter sehr gut sind, in denen ihre Kultur gute Qualität produzierte, und in Anderen eben nicht. Ich würde keinen Kurs machen über tibetische Industrialisierung, denn das haben sie nicht gemacht. Es geht immer darum etwas zu finden, das wir zeigen und demonstrieren können und das die Menschen gebrauchen können. Buddhismus, tibetischer Buddhismus ist einer der besten Advokaten der tibetischen Kultur. Denn es hat einen Wert für die Menschen, die ihn studieren. Menschen fragen oft: warum interessieren sie sich für Buddhismus und ich antworte immer das gleiche: weil es hilfreich ist. Wenn es nicht funktionieren würde, dann würde man es weg werfen. Es ist wie Medizin. Wenn es sie kränker macht statt gesünder, dann werfen sie sie weg. Ganz einfach. Wir suchen immer nach den anderen Aspekten ihrer Kultur, die diese Qualität haben verständlich zu sein und anwendbar zu sein und praktisch. Psychologie, Medizin, der Gebrauch der Meditation sogar im normalen Leben u.s.w., das sind Bereiche wo die Menschen den Nutzen sehen können. Wenn man sich auf diese Dinge konzentriert, dann konzentriert man sich auf die starken Seiten ihrer Kultur. Wir sind nicht einseitig (we don't white wash), sie sind Menschen wie alle anderen Menschen auch, gut und schlecht, schön und hässlich u.s.w. Also wir sind nicht einseitig, wir verstecken nichts, da gibt es genug andere die das tun. Aber wir verweilen nicht bei den Dingen die von den Tibetern selbst sowieso abgelehnt werden. Warum sollten wir das tun?
S.H. Noch zwei Fragen. Was machen sie als Promotion für das Tibethaus allgemein und für besondere Anlässe? Wie werben sie?
Lama: Unsere prinzipiellen Werbe Methoden ist die Mund zu Mund Propaganda über die Qualität unserer Programme. Und wenn ich sage Qualität, manchmal ist die Qualität auch niedrig, und das spricht sich auch herum. Aber öfters als das arbeiten wir sehr hart, wir haben Partner und wir kombinieren die Perspektiven unterschiedlicher Menschen, ebenso wie die Energien und Anstrengungen. Meisten produzieren wir ein recht vernünftiges Ergebnis. Das ist unsere prinzipielle Methode der Werbung. Wir haben kaum viel für Inserate gezahlt, außer wenn es unbedingt notwendig war. Vielleicht wenn wir ein sehr großes Programm geplant haben und wenn wir ein komisches Gefühl beim Verkauf von Tickets hatten, dann haben wir ein Inserat geschaltet. Aber sonst, wenn wir es vermeiden können einen Penny aus zu geben, dann vermeiden wir es. Denn wir müssen es ja alles sammeln. Und da Tibet nicht notwendigerweise die höchste Priorität ist, ich meine die tibetische Kultur ist auch innerhalb der tibetischen Welt nicht die höchste Priorität. Dinge sind nicht wichtiger als Menschen. Menschen sind wichtiger als Dinge, ganz klar. Wir wollen nicht in einer Position sein in der wir wett streiten mit verhungernden Kindern oder mit politischen Dingen die geschehen müssen, wir wollen nicht im Wettstreit liegen mit anderen Institutionen. Wir machen unsere eigene Sache. Wir erwarten von den Menschen, dass sie uns verstehen, letztendlich, das sie verstehen wo wir her kommen und was wir tun, und das hat funktioniert. Zu dieser Kunstausstellung sind die Leute deshalb gekommen, weil sie großartig war. Wir haben Flyers, jetzt haben wir auch eine WEB Seite, wir verschicken Dinge. Wir managen das selbst. Wir hatten da kommerzielle Dinge aber da gibt es schnell Probleme. Zum Beispiel hatten wir freien WEB Zugang und Service. Die Firma die uns das gegeben hatte, hatte natürlich auch andere Kunden und viele dieser Kunden hatten geschäftliche Interessen in China und die fragten an was da los wäre. Also haben sie uns rausgeschmissen. Es war so wie: wir haben nichts persönliches gegen Euch aber offensichtlich gibt es da jemanden der Euch nicht mag. Das gibt Probleme für die Leute, die mit Import/Export zu tun haben. Die müssen in der Lage sein unseren Service zu nutzen. Also müsst ihr gehen. So ist es nun einmal. Wir machen uns nicht verrückt wegen Werbung, das passt einfach nicht. Es ist traurig das viele Menschen sich zur tibetischen Sache hingezogen fühlen weil sie sich so inspiriert fühlen und weil sie es für einen edlen Pfad halten. Ich respektiere das. Ich bin auch so. Aber in der Lage zu sein die Nobilty einer Institution zu verstehen und so eine Institution zu gründen und am Laufen zu halten sind zwei verschiedene Dinge. Was passiert ist das Idealisten kommen, aber sie wissen nicht was sie tun sollen. Was dann passiert ist, sie sehen nicht das Potential, sie sehen nicht die Möglichkeiten, das einzige was sie sehen ist das andere etwas Ähnliches machen und sie fangen einen Wettstreit mit den anderen an um in Fahrt zu kommen. Es gibt im tibetischen Einflussbereich keine Zentralisierung, die Leute fühlen sich vernachlässigt oder haben das Gefühl wir sind ja nur so wenige oder alles ist gerechtfertigt weil es für eine gute Sache ist und blablabla. Und so machen die Menschen eine Menge Fehler, weil sie Idealisten sind und die Erfahrung fehlt. Das schließt natürlich auch uns ein. Ich hoffe jedoch dass ich heute mehr weis als ich gestern wusste, wir machen immer weiter. Das mit der Werbung ist sehr kompliziert, weil wir nicht mit tibetischen Geschäften in Konkurrenz treten wollen. Es gibt einige fremde Dinge die wir hier haben, das sind Dinge die sie nicht in ihren Geschäften führen. Darüberhinaus führen wir in unserem Verzeichnis alle tibetischen Geschäfte. Die tibetische Gemeinschaft begrüßt das sehr. Sie begrüßen es etwas zu haben was respektiert wird und was dann Menschen zu Ihnen und zu ihren Geschäften verweist. Und sie begrüßen es das wir nicht in Konkurrenz treten zu dem was sie tun. Das wäre das schlimmste was passieren könnte, wenn ein Tibethaus den Tibetern Konkurrenz machen würde oder anderen tibetischen Themen Konkurrenz machen würde. Also versuchen wir wenn immer es möglich ist, zu kooperieren, zu kombinieren, zu teilen, zu ergänzen. Ergänzend zu arbeiten ist ein sehr wichtiges Konzept von uns.
S.H.: meine letzte Frage wir gründen ja nun unser Tibethaus in Frankfurt, haben sie ein Empfehlung für uns?
Lama:
Das allererste was ich vorschlagen würde, sie haben eine Zeitung nichtwahr? Dann sollten sie umgehend, wenn sie es noch nicht getan haben, die Kontakt Information aller tibetischen Ressourcen veröffentlichen und drucken. Fangen sie mit ihrer näheren Umgebung an und weiten sie es dann aus auf das ganze Land. Das wäre Nummer eins. Eine lockere, passive Verbindung zu allen Institutionen unterhalten, die als ihr eigenes Gebiet mit tibetischer Kultur zu tun haben. Und dann sollten sie alle regulären, normalen Institutionen identifizieren in ihrer Nähe mit denen sie in Zukunft möglicherweise zusammenarbeiten möchten. Wie zum Beispiel Universitäten oder ähnliches. Manchmal gibt es Menschen die sie unterstützen würden, wenn sie eine Verbindung zu Universitäten haben und wenn sie ein hohes Niveau für tibetische Studien haben. Konzentrieren sie sich darauf, ihre örtlichen Ressourcen zu nutzen soweit es möglich ist. Es wird Ihnen helfen und es wird Euch selbst helfen. Es wird die Kosten reduzieren, sie werden es begrüßen, die Öffentlichkeit wird es begrüßen und sie arbeiten mit dem, was sie schon haben. Das ist besser als sich zu verausgaben um irgendetwas Perfektes zu machen. Arbeiten sie mit dem was da ist. Das wäre mein erster Ratschlag. Der zweite wäre, sie haben investiert in das Gebäude und ähnliches, machen sie nicht zu schnell zu viele Zusagen. Geben sie sich etwas Zeit, um in die Gänge zu kommen. Fangen sie mit einfachen Dingen an. Nehmen sie sich Zeit auf die Füße zu kommen. Ich habe sie heute erst getroffen, daher sage ich nichts über ihre Kompetenz oder ihre Intelligenz oder so etwas. Soweit ich weis sind sie Empires? . Ich habe keine Ahnung. Mein Punkt ist nur, ihr Tibethaus ist wie eine Person. Es hat eine bestimmte Charakteristik, bestimmte Fähigkeiten, manche Dinge werden besser sein als Andere. Das ist es, womit sie vertraut werden müssen. Uns sie müssen damit vertraut werden wenn sie andere Institutionen einladen wollen und wo so etwas wie Konkurrenz oder Blockade stattfindet. Und es wird etwas Zeit brauchen, bis man dafür ein Gefühl hat. Das hat nichts mit Gut oder Schlecht zu tun, es hat etwas damit zu tun das es einfacher ist. Außerdem würde ich ihnen nahe legen einen Weg zu finden oder mehrere Wege zu finden, wie Menschen in ihrer Organisation teilhaben können. Es gibt viele Organisationen, besonders politische haben dieses Problem, das aufgrund der Natur dessen was sie tun, die Menschen entweder für oder gegen sie sein müssen. Sie müssen Witze machen mit einem Chor Menschen, die glauben das sie etwas bestimmtes sind. Lassen sie sich nicht auf so etwas ein. Technisch gesehen arbeiten wir im Bereich der Propaganda. Aber man kann sich auf zwischen den Linie bewegen, Menschen zu sagen was sie denken sollen und ihnen etwas zu geben worüber sie nachdenken können. Und versuchen sie immer, auf dieser Seite der Linie zu bleiben, soweit es möglich ist. Denn wenn sie ihre persönliche Meinung sagen, werden die Menschen sie nicht hören wollen, sie werden sagen „nun, das ist Ideologie“ sie werden es nicht verstehen als das was es ist, das sie ihnen ihre persönliche Meinung sagen. (Jemand kommt in den Raum). Der Punkt ist: schließen sie sich nicht ein in eine einzige Sichtweise, wie die Dinge sind. Verstehen Sie den ??? dessen, was sie tun. Achten sie darauf, unterschiedliche Wege für unterschiedliche Menschen zu entwickeln, wie sie teilhaben können. Eine andere Sache wäre, versuchen sie sich zu konzentrieren auf Gebiete in denen es möglich ist, einen Ost West Vergleich zu machen. Nicht nur die tibetische Kultur alleine für sich darstellen, sondern sie im Kontext unterschiedlicher Gesichtspunkte darstellen. Also nicht nur die buddhistische Art, Psychologie zu sehen sondern auch andere Psychologen einladen. Haben sie Diskussionen, haben sie Lebendigkeit. Machen sie es so, das sie die Dinge erforschen und nicht so das sagen: so ist es, das ist der einzige Weg die Dinge zu sehen. Versuchen sie Tibet als ein lebendige kulturelle Tradition zu sehen, auch wenn sie zur Zeit im Koma liegt. Es ist eine lebendige Tradition. Sie wird wieder kommen. Die Geschichte zeigt das. Es gibt mehr freie Länder als überlebende Empire, wenn sie es untersuchen. Die Menschen denken das könnte nie passieren, aber tatsächlich zeigt die Geschichte egal ob es Schottland ist oder Irland oder Estonien oder Lithauen oder Polen. Es gibt mehr Länder die ihre Unabhängigkeit wieder gewonnen haben, als das sie zerstört worden sind und für immer verschwanden. Also gibt es allen Grund hoffnungsvoll zu sein mit dem was sie tun. Längerfristig wird das Hauptproblem der Burnout sein. Einer unserer Witze hier ist „wenn du nach Dankbarkeit suchst dann bist Du hier am falschen Platz.“ Also erwarten sie niemals irgendeine Art von Dank. Sie müssen ihre eigenen Gründe haben für das, was sie tun. In dem Grad in dem diese Gründe ihnen klar sind, ihnen selbst in ihrem eigenen Geist klar sind, bestimmt wie lange sie durchhalten. In dem Masse in dem es Ihnen im eigenen Geist nicht klar ist, wird bestimmen wie lange es dauert bis es einfach verschwindet und sie zu dem Ergebnis kommen „that is a pain in my ass“. Es muss keine große Angelegenheit sein, es gibt alle möglichen Gründe warum man irgendwo dabei ist. Aber, sie sollten sich im Klaren sein. Damit sie nicht das Gefühl haben, sie erfüllen die Wünsche eines Anderen. Ihre Handlungen sind ihre eigenen Handlungen. Es ist wie im Buddhismus. Man spricht nicht von den Wahrheiten sondern von den Edlen Wahrheiten. Das heißt sie sind Wahrheiten für Menschen die eine gewisse Edle Inkarnation ( Inclination=Neigung? ) haben und die sie willentlich als Wahrheiten akzeptieren. Es ist nicht so dass sie unabhängig Wahr sind und Buddha ein Gott ist und das sie deswegen Wahr sind. Nein. Die Edlen Wahrheiten, wie die Wahrheit vom Leiden, sind nur Wahr für Menschen, für die das Leiden von Bedeutung ist. Wenn jemand das nicht tut, dann kann man zwar sagen das es letztendlich auch für ihn stimmt, aber der Punkt ist für Ihn ist es keine Wahrheit. Das war nur ein Beispiel. Was ich meine ist: haben Sie ihre eigenen Gründe das zu tun was sie tun. Verlangen sie nicht, dass Andere ihre Gründen teilen. Andere werden andere Gründe haben das zu tun was sie tun. Aber versuchen sie immer sicher zu stellen, dass es klar ist, dann gibt es weniger Reibung. Und seien sie inspiriert einen Weg zu finden wie alle zusammen etwas zum Tibethaus beitragen können. Es muss nichts kosten, es kann etwas sein wie z.B. ein paar Briefe hin und her zu schicken oder sich gegenseitig informieren oder eine WEB Seite teilen. Habt Ideen für etwas so das die Menschen ein Gefühl von Gemeinschaft entwickeln. Wenn Menschen denken, das was sie tun ist sooo richtig und sie denken sie können alles tun was sie wollen, mit dem einen Vorstandsmitglied kann man das eine machen und einem anderen das andere und irgendwann wird alles sehr merkwürdig. Das führt zu einer sehr schlechten Wahrnehmung in der Öffentlichkeit. Es ist sehr wichtig sich in der öffentlichen Wahrnehmung immer einen klaren und anständigen Eindruck zu bewahren. Sie können vielleicht etwas von einer anderen Organisation klauen, vielleicht eine Person abwerben , aber, diese Person wird aus der tibetischen Bewegung für immer heraus getragen werden, zu guter Letzt. Vielleicht bekommen sie die Sache zunächst, aber dann wird die Person verschwinden. Ich habe sie kommen sehen und ich habe sie gehen sehen. Das ist alles was ich Ihnen sagen kann. Viel hat damit zu tun, früher in den alten Tagen waren wir so verzweifelt, wir dachten „oh wir müssen Tibet helfen“, das wir glaubten alles rechtfertigen zu können und tun zu können was immer wir wollen, das ist wichtiger als das. Was passierte war das jedermann unprofessionell herumrannte und sagte: “Oh, das ist wichtiger. Oh, ihr verschwendet alles Geld.“ Man redete schlecht über andere Institutionen um seinen kleinen Bereich zu fördern. Weil sie keine klare Idee hatten und die positiven Gründe warum ihre Sache gut war nicht kannten und nicht sahen warum die andere Sache auch gut war. Es gibt einige Motto's die wir hier haben. „Wenn Sie nach dank suchen, suchen Sie woanders“; das ist Nummer eins. Nummer zwei ist „Spender, Unterstützer, Kollegen, Freiwillige und so weiter, sind voll ausgebildet, wenn sie kommen.“ Gemeint ist: vielleicht müssen sie lernen wie man das Fax bedient, oder so etwas aber sie haben schon die Präferenzen, die sie haben. Man kann das Bewusstsein anderer Menschen nicht ändern. Wenn jemand etwas Bestimmtes für wichtig hält, dann wird man ihm nicht sagen, dass etwas anderes wichtig ist. Niemals, niemals sollte man versuchen, jemanden zu überzeugen, sich zu ändern. Man muss mit dem arbeiten, was die Menschen schon verstehen und respektvoll damit umgehen. Menschen die etwas tun was sie nicht verstehen, werden es nicht lange tun. Das ist alles was ich Ihnen sagen kann.
S.H.: vielen Dank, das waren wichtige Ratschläge und ein wichtiges Interview.
My pleasure.
????Wechsel?????. Das Geld ist in einem Trust und kann nicht angefasst werden. Wir leben von der Hand in den Mund. Wir werden nicht Morgen Geld machen und Übermorgen dann zu machen. Verstehen sie was ich meine? Aber andererseits haben wir eine Menge Anlagegegenstände. Wir haben die Kunstsammlung aufgebaut, wir haben dieses Gebäude und wir haben ein anderes Gebäude, das ich gerne verkaufen würde weil es ein drag? ist. Man muss gelegentlich eine Wahl treffen. Manchmal muss man sich von einem Geschenk trennen und es in eine Form bringen die nützlicher ist, das ist nichts persönliches.
Zahlen sie viel Miete?
Der Platz gehört uns. Es ist ein Anlagegegenstand Es ist unser Ziel eine dauerhafte Institution aufzubauen. Und wenn irgendetwas passiert und Buddha ist „out“ wenn….dann werden wir die Schlüssel übergeben und sicherstellen, das der Platz weiter existiert. Durch ihre Lernperiode?. Denn es ist anders. Das wichtige ist, mit den Leuten zu kooperieren. Das ist der Schlüssel. Wenn sie in diesem harten Kampf sind.